Lampenfieber – Reh – Spaß – Lob – Kölsch: Mein Eindruck vom stARTcamp Köln

Jetzt ist es schon wieder Vergangenheit, das stARTcamp Köln 2015. Also kann man einen Rückblick wagen auf den Tag und vielleicht auch schon einen Ausblick in die Zukunft.

Es war diesmal ein stARTcamp mit Hindernissen:

Da war zunächst der erneute Wechsel im Orgateam: Nach nur einem Jahr musste Rouven den Staffelstab aus privaten Gründen schon wieder weiterreichen. Und auch wenn er sehr schnell einen sehr würdigen Nachfolger in Johannes gefunden hat, ist ein solcher Wechsel nach so kurzer Zeit zunächst einmal etwas unschön.

Dann kamen die Schwierigkeiten bei der Location-Suche. Wir waren zunächst deutlich zu entspannt bei der Suche nach passenden Räumen in Köln. Als Ergebnis wurde es irgendwann zeitlich richtig eng und wir mussten uns im letzten Moment für die Agenturräume von result entscheiden (was wir eigentlich nicht so gerne wollten, um Distanz zum Sponsor zu haben).

Und schließlich ließen die Teilnehmer auf sich warten: Die Anmeldungen tröpfelten sehr verspätet ein und tatsächlich waren es mit insgesamt etwa 60 anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Ende deutlich weniger als in den Vorjahren.

Entsprechend hoch war das Lampenfieber bei Johannes und mir am Morgen vor der Veranstaltung. Und als mir dann noch auf der Hinfahrt nach Köln ein Reh ins Auto lief, dachte ich schon, der Tag könne eigentlich nur noch ein Desaster werden..

Aber dann kam alles ganz anders: Jan-Peter und Johannes hatten, während ich auf die Polizei wartete, ganze Arbeit geleistet: Die Räume waren wunderbar vorbereitet, es hing die Beschilderung, die Teilnehmerliste, die Namensschilder, alles war da. Das Café Herzlich hatte Frühstücksbrötchen bereitgestellt. Und die ersten Leute waren auch schon eingetrudelt.

Um 9.30 Uhr dann begann die Vorstellungsrunde und es war sehr seltsam zu erleben, dass viele „alte Hasen“ diesmal fehlten. Fast niemand kannte sich, was aber der Vernetzung keinen Abbruch tat: Schon bei der Vorstellung merkte man, dass ich jeder auf die anderen freut und man sehr interessiert am gemeinsamen Austausch ist.

Der Sessionplan war bunt und spontan. Es gab viele Projekteinsichten und Beispiele aus der Praxis. Es gab eine Tanzsession, eine Session zu Kreativität und zu Glück in der Arbeit. Und gegen Ende gab es außerdem einige ganz praktische Einführungen in Tools. Insgesamt eine gelungene Mischung.

Ganz toll fand ich persönlich, dass sich ganz viele Menschen gefunden haben, die mit mir gemeinsam die Frage der Sichtbarkeit der freien Kunsträume Köln diskutiert haben. Sie haben sich sehr engagiert eingebracht und es gab eine Reihe guter Ideen. Ein – wie ich finde – schlüssiges Konzept für die Verbesserung der Sichtbarkeit der Kunsträume. Heute habe ich das Ergebnis direkt an die Arbeitsgruppe der Räume weitergeleitet. Bin gespannt, was daraus wird.

Und sehr gelungen fand ich auch die Spontan-Session von WDR 3 zu deren digitalem Auftritt. Dieser wurde durchaus kritisch diskutiert und es wurde sehr tiefgehend über die Frage nachgedacht, ob das Engagement von WDR 3 im Netz sinnvoll und effizient ist. Die Mehrheit vertrat die Meinung, dass man dieses Engagement durchaus wertschätze und sich über die Präsenz des Senders im Web freut.

Am Abend dann war ich extrem gespannt, welches Feedback wir bekommen würden: Waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden? Hatte man bekommen, was man erwartet hatte? Was würde man sich für die Zukunft wünschen?

Beim Abschluss-Kölsch wurde in kleiner Runde schon mal diskutiert: Die Anzahl der Teilnehmer war spürbar geringer als sonst, aber das hat dem ganzen einen durchaus familiären Rahmen gegeben. Es waren extrem viele neue Gesichter da, aber das war sehr spannend und toll, weil man neue Menschen kennenlernen konnte. Die Sessions waren auffallend powerpoint-frei, aber das war sehr schön, weil extrem interaktiv. Insgesamt war das Fazit: Es hat gefallen, so auch der Tenor der Abschlussrunde (hoffentlich gilt das auch für die, die zur Abschlussrunde nicht mehr dabei waren). Johannes und ich waren ganz gerührt über das große Lob und uns fiel ein riesiger Stein vom Herzen: Es hat geklappt, das stARTcamp Köln 2015 war trotz aller Schwierigkeiten im Vorfeld ein Erfolg. Freu!

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie es weitergeht. Johannes geht ja nun auch wieder aus Köln weg und ist in Zukunft in Bonn tätig. Unsere Idee: Vielleicht ein stARTcamp Köln/Bonn im Wechsel an den beiden Standorten? Und vielleicht mit etwas Verstärkung für das Orgateam? Finden sich möglicherweise Unterstützer? Eventuell auch mit einer Location aus dem Kulturbereich? Das wären so unsere ersten Ideen. Aber vielleicht habt Ihr ja noch andere? Dann bitte immer her damit! Denn auch beim stARTcamp 2016 sollen beim Kölsch (oder Bönnsch) am Ende wieder alle sagen: „Schön war’s!“

Ich lebe und arbeite in und mit Bonn. Mein Ziel ist es, die Bundesstadt digitaler und damit für alle lebenswerter zu machen. Um das zu erreichen, helfe ich Unternehmen bei der Digitalisierung (Beruf) und betreibe digitale Plattformen (Hobby).

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  2. […] Orga­ni­sa­to­ren­rolle. Trotz manig­fal­ti­ger Schwie­rig­kei­ten im Vor­feld lief es über­ra­schend geschmei­dig und bei der abschlie­ßen­den Feed­back­runde war ich bei­nahe über­wäl­tigt von dem […]

  3. […] Sabine ja schon geschrie­ben hat, wie sie das ver­gan­gene stART­camp emp­fun­den hat, kann ich kaum etwas […]